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Liederabend

Liederabend, Musiker, Schädel, Kerze, Licht
2006 Juni, Karton, ca 60*50, Akryl, Pinsel und Airbrush.

Der letzte Liederabend hätte als gelungen bezeichnet werden können, hätte da nicht jemand am Licht gespielt.
Als dann noch die Getränke ausgingen, zeigten die Gäste ihr wahres Gesicht.
Ich will ihn ja wirklich nicht an die Wand malen, aber bei manchen Feiern ist einfach der Teufel los.
Soweit das Märchen.
Für alle, die sich jetzt sorgen sei gesagt, dass es mir gut geht und ich mich weder der dunklen Seite zuwende, noch geistig entgleise.
Ich hatte mich nur ein wenig über einen Brief vom Finanzamt geärgert. 🙂

EineiIge Zwillinge

Drache und Pardiesvogel entschlüpfen dem selben Ei
2006 April, Malkarton ca 25*35, Acryl, Airbrush, Pinsel

Inspiriert wurde ich von einer Niederschrift meiner Frau:
“Aus einem Drachenei schlüpft eine Drachin, aus einem Paradiesvogelei schlüpft ein Paradiesvogel”
An dieser Stelle danke ich ihr, für ihr, einmal mehr, inspirierendes Wesen.
Vor meinem inneren Auge durfte es nur ein Ei sein, aus dem beide schlüpfen. Wie eineiige Zwillinge, die auf so unterschiedliche Weise ihr Leben begehen können, so unterschiedlich in ihrem Wesen sein können.
Jeder sollte sein, wie er geschaffen wurde, seinen eigenen Weg durch das Leben gehen, auf sein Inneres hörend, seine Stärken und Begabungen in die Gemeinschaft einflechten.
Aber immer in Frieden, Rücksicht und Achtsamkeit….

Weltgeschehen

Erdkugel im Fischernetz in einer Bucht
2006 Januar, Malkarton ca 25*35, Akryl, Airbrush, Pinsel

Letzten Winter saß ich also gemütlich mein Pfeifchen schmauchend auf der Veranda meiner kleinen Baracke, als ich zwischen meinen nackten Füßen und meinen halb geschlossenen Lidern hindurch einen alten Segelkahn in der Bucht entdeckte. Die Sonne schien wahrlich schon länger auf mein kahles Haupt, wie sonst wäre diese seltsam anmutende, ja schon beinahe wundersame Fracht, zu erklären gewesen?
Mutter Erde schien an mir vorbei zu ziehen, langsam nur aber stetig, sanft auf und nieder schwingend.
Was macht eine Welt auf der es so zugeht hier in meiner Bucht?
Während der Fischer sich anschickte seine Netze zu ordnen, um seinen Fang in Bälde zu entwirren, öffnete sich das Firmament und entsandte helle, unglaublich schöne Lichter, die sich flatternd und pulsierend auf der eben eingetroffenen Erde niederließen und langsam mit ihr eins wurden.
Ich weiß nicht um die Bedeutung dieses Wunders aber ich beginne zu ahnen, mal mehr, mal weniger deutlich. Jedem steht es frei, seine Wahrheit dahinter zu ersinnen.
Wie es weiterging?
Ich schlief ein und hoffe, dass ich eines Tages wieder erwache.

Gitarrensolo

Surfer auf einer Gitarre
2005 November, Malkarton 35*25, Airbrush und Pinsel

Gitarrensolo,
der Titel mag auf den ersten Blick nichts mit dem Bild gemeinsam zu haben.
Wer genau hinschaut, sieht den “Surfer” auf seiner Gitarre dahingleiten, leichtfüßig, tänzerisch, fast wie eine Kür im Eislaufstadion.
Er improvisiert, spielt auf der Welle, es gibt nichts anderes in diesem Moment als nur der Rausch, mit sich selbst und den Elementen Eins zu sein.
Ich glaube, das Gefühl mit allen Sinnen bei sich zu sein, das Gefühl, für einen Augenblick alles tun zu können was man will und es guten Gewissens voll auszukosten, das ist wonach die Seele dürstet. Das ist, wonach der Künstler lechtzt. Das ist der Kick.
Hey, Sportler, Musiker, Maler… ist es nicht so?
Der “Surfer” ist auf meinem Bild übrigens eine Mumie, ein ehemals Toter auf dem Weg zu seinem neuen Leben ….
An dieser Stelle schöne Grüße an Ra’s Dawn.

Verantwortung

Käfer trägt Kind und Erde
2005 August, Malkarton 50*35, Airbrush und Pinsel.

Manchmal scheint eine gewaltige Verantwortung auf den eigenen Schultern zu lasten. Es gibt Tage, da glaubt man, die Welt retten zu müssen … der Kinder wegen.
Und gerade die Kinder, in unserer Obhut gedeihend und Liebe empfangend, bringen ihre Wärme in die so oft kalt erscheinende Welt.
Gepanzert und glatt kommt man sich manchmal vor, um die Sorgen der Welt nicht in sich dringen zu lassen. Berührt und weich ein anderes mal, wie beim Anblick eines schlafenden Kindes, um aufzutanken und wieder Liebe geben zu können. Vielleicht ist es eine Verschmelzung der Gefühle, die die (innere) Welt mit Leben füllt. Und die Balance, die es zu halten gilt, um die Verantwortung (er)tragen zu können.
Der stille Beobachter weiß, was ich meine.
Allen aktiv erziehenden Müttern und Vätern sei die Wichtigkeit ihrer Mission bewusst, denn niemand lebt den perfekten Weg. Jeder darf um seine Fehler weinen, daraus lernen und es erneut wagen, Licht in diese Welt zu bringen..
….jeder nach seinen Kräften.

Pinoccia

Pinoccia Frau aus Holz
2005 Juli, Malkarton 50*35, Airbrush und Pinsel

Pinoccia ist die kleine Schwester von Pinoccio, unerwähnt und unbekannt. Der alte Schnitzer hatte, nachdem sein hölzener Sohn herangewachsen war und das traute Heim verließ, wiederum den Wunsch, Leben in die Bude zu bekommen.
Also nahm er sich einen Holzscheit – niemand vermag heute zu sagen, wie er in seinem Alter den Baum in die Werkstatt geschafft hatte – und schnitzte liebevoll … gaaanz liebevoll diese Puppe hier.
Zweifelsohne kam dann irgendwann die gute Fee und verwandelte sie in eine richtige Frau … hat sie wirklich, denn als Vorlage dieser Airbrusharbeit diente mir eine Fotographie von ihr, in Fleisch und Blut. Ja, die Welt steckt voller Wunder!

Gefunden habe ich die Originalablichtung in der art-fantastix Buchreihe.
Dank an dieser Stelle dem Verlag für seine freundliche Genehmigung meiner Interpretation..

Die Wächterin

Wesen in Flusslandschaft mit Erdkugeln
2005 Juni, Papier A4, Airbrush und Pinsel

Die Wächterin
Sie wacht über die Entstehung der Planeten, nährt das Lebenselixier zu ihren Füßen mit Fürsorge und Liebe und entlässt die “Heranwachsenden” in die Weiten des Weltraums.
Hey, diese “Theorie” ist mit diesem Bild doch klar bewiesen, oder?
Wie? Ach so, rechts oben ist gerade ein Raumschiff im Anflug und bringt die Ablösung. Ist doch klar, dass die Wächterin auch mal ins Wochenende beurlaubt wird.